SEO + Wordpress optimieren + was uns sonst noch einfällt
In der Standard-Ausführung legt WordPress keine Meta-Tags für Description und Keywords im Head-Bereich der Seiten an. Um das zu ändern und Tags mit eigenen Werten zu befüllen, müsste man händisch die Datei header.php anpassen. Zumindest beim title-Tag sieht es etwas besser aus. Das WordPress default-Template erzeugt hier zumindest einen Title, bestehend aus Blog-Name und Post-Titel. Aber es geht besser. Und weil es für eigentlich jeden Bedarf ein WordPress Plugin gibts, gibt es auch hierfür eines. Es dürfte den meisten Bloggern bekannt sein: wpSEO
Im folgenden möchte ich aufzeigen, wie ich das wpSEO für das rankingcloud Blog konfiguriert habe. Dies dient Neulingen vielleicht als kleine Anleitung. Was aber nicht heißen soll, dass ich hier alles richtig mache. Möglichkeiten gibt es viele und ebenso unterschiedlich sind die Ziele, die jeder Einzelne mit seiner Optimierung verfolgt.
Installation
WordPress Plugin Standard:
Konfiguration
Als erstes müsst ihr prüfen, ob das Plugin auch etwas in den Header schreiben kann. Dazu benötigt es den wp_head-Hook. Dieser muss sich im Head-Bereich eures Templates befinden, normalerweise in der header.php. Wenn ihr nicht wisst wo, dann einfach im default-Template nachschauen.
<?php wp_head(); ?>
Jetzt noch checken, ob auch keine Title, Description und Keywords im Template (ihr wisst ja, im Head-Bereich) enthalten sind. Denn sonst legt wpSEO diese einfach nochmal an. Wenn man das alles berücksichtigt hat, kann man nochmal zur Sicherheit den Kompatibilitäts-Check des wpSEO-Plugins über Einstellungen / wpSEO ausführen / Kompatibilität prüfen

Wenn diese Prüfung erfolgreich durch gelaufen ist, kann es an die eigentliche Konfiguration von wpSEO gehen. Im ersten Schritt wird der Aufbau des Titles für alle Blog-Seiten bestimmt. Hier muss jeder für sich entscheiden, ob man eine reine Suchmaschinenoptimierung machen möchte oder auch an die Usability denkt. Aus SEO-Gesichtspunkten müsste der Title im Idealfall nur die wichtigsten Keywords enthalten. Damit diese Keywords ein gewisses Gewicht behalten, sollten es nicht mehr als 4 sein. Wer möchte, kann das so machen. Ich finde, dass der Title nicht nur für Maschinen da sein sollte, sondern auch für Menschen. Wenn in den SERPs als Titel eurer Website eine sinnfreie Aneinander-Reihung von Keywords steht, dann werden eure Absichten nur zu offensichtlich. Ich persönlich würde auf einen solchen Link lieber nicht klicken, weil ich vermuten würde, dass man hier nur eine optimierte Landing-Page findet aber keinen interessanten Content.
Aufgrund dieser Überlegungen habe ich mich entschlossen, dem User mithilfe des Titels zu sagen, auf welcher Seite er sich gerade befindet. Dazu genügen die Angaben Post-Title und Blogname. Wenn man seine Post-Titel geschickt wählt, sind hier ja schon ein zwei relevante Keywords enthalten. Hier meine Einstellungen:

Wenn man Keyword-taugliche Kategorienamen verwendet, kann man den Kategorienamen ebenfalls in den Title aufnehmen. Da das rankingcloud Blog noch keine Kategorien hat, habe ich das weg gelassen.
Für das Trennzeichen habe ich ein Minus verwendet. Ob es im title für Google relevant ist, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Mit dem Minus kann man aber nichts falsch machen.
Die Bezeichnungen habe ich beim Default belassen, weil ich diese nicht verwende. Das Gleiche gilt für Seitennummer, Autor eines Beitrags und Titel manuell zuweisen.
Description anpassen
Auch bei der Description will ich lieber etwas für Menschen lesbares erzeugen, als eine reine Keywordliste in die Description zu packen. Die Description sollte mehr als 60 aber nicht über 170 Zeichen enthalten, da Google in den SERPs nicht mehr als 170 Zeichen darstellt.
Einzig für Beiträge, habe ich mich für den Ausschnitt aus dem aktuellen Beitrag entschieden. Bei allen anderen Seiten ist der Standard-Wert am sinnvollsten.

Keywords anpassen
Eigentlich sind die Keywords nicht mehr von besonderer Bedeutung, aber sie schaden auch nicht. 10 Keywords genügen völlig. Alles darüber könnte als Keyword-Spamming interpretiert werden. Im Google ein bisschen Abwechslung zu bieten, habe ich mich bei den Beiträgen für die Option Tags entschieden und bei Kategorie, Suche, Archiv und Tag für die Option Titel der aufgelisteten Beiträge.

Für die aus dem Content extrahierten Keywords ist die Negativliste von besonderer Bedeutung. Man möchte hier ja keine irrelevanten Wörter haben. Hier ein Vorschlag, wie die Negativliste aussehen könnte:
Der der Die die Das das Wer wer Wir wir Alle alle Für für Bis bis Ob ob Dies dies Jenes jenes Welches welches Sein sein Seine seine Ihr ihr Ihre Ihre Uns uns Unsere unsere Euer euer Eure eure Mein mein Meine meine Meins meins Dir dir Euch euch
Fertig!
So, das war’s im Großen und Ganzen. Natürlich kann man die Einstellungen noch ohne Ende feintunen und an die individuellen Bedürfnisse anpassen. Ich will und kann hier nicht auf jede Kleinigkeit und Eventualität eingehen. Das muss ich aber auch nicht, denn auf wpseo.de sind die einzelnen Funktionen des wpSEO-Plugins relativ gut dokumentiert.
6 Kommentare für "wpSEO im Einsatz"
Mal vielen Dank für den kleinen Einstieg. Ich habe mich bisher an das Thema noch gar nicht rangetraut und mit Hilfe Deines Artikels hier zumindest den Einstieg (und die Installation) geschafft.
Freut mich immer, wenn die Artikel hier nicht völlig butzlos sind! ;)
Viel Erfolg bei deinem Projekt!
Hm, habe das auch mal installiert, und dann die xml Datei importiert, aber wirklich verstehen kann ich es nicht. Vielleicht reicht ihr dazu noch ein “Tutorial” nach? Was bewirkt welche Einstellung etc. pp. …
Huch, man sollte auch den kompletten Beitrag lesen, sorry, habe nicht gesehen, das da noch was war :s
;) Hab mich schon gewundert. Ist doch relativ ausführlich geraten, der Artikel…
[…] Müller Hilfe und liefert auf seiner Homepage eine ausführliche Dokumentation. Eine praktische Anleitung habe ich im Netz gefunden. Sie ist für eine ältere Version verfasst worden, ist aber noch immer […]
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